Das Collegium musicum der Universität zu Köln gestaltet und repräsentiert das Musikleben der Uni und bietet sowohl Studierenden und Beschäftigten der Universität als auch externen Interessierten vielfältige Möglichkeiten zum Musik-Erleben – als aktiv Mitwirkende in unseren Ensembles genauso wie als Konzertbesucher*innen.
Die insgesamt zehn Ensembles der Collegium musicum bieten vom großen Sinfonieorchester und Chor über Kammerensembles bis hin zu Jazzchor, Big Band und Kinderchor eine große Bandbreite. Konzertbesucher*innen schätzen die UNIVERSITÄTSKONZERTE als eine abwechslungsreiche Konzertreihe, in deren Rahmen neben den universitären Ensembles auch ganz unterschiedliche Künstler*innen und Ensembles als Gäste auftreten.
Die Musikpraxis und das Musik-Erleben in der Gruppe hat über Fächer- und Statusgrenzen hinweg großen Einfluss auf das Wohlbefinden aller Mitglieder der Hochschulgemeinschaft. Auch außerhalb des Campus‘ bereichert die Universitätsmusik die Kulturlandschaft und schafft Verbindungen zwischen der Universität zu Köln und der Stadtbevölkerung. Auf Konzertreisen und im Rahmen von nationalen und internationalen Kooperationen fungieren die Mitglieder der Ensembles der Universität zu Köln als kultureller Botschafter*innen. Das Collegium musicum ist Mitglied im Netzwerk Universitätsmusik Deutschland.
Wir freuen uns jederzeit über neue Musiker*innen und Sänger*innen in unseren Ensembles und ein neugieriges Konzertpublikum.
Team
Universitätsmusikdirektor
Michael Ostrzyga
Michael Ostrzyga, Dirigent und Komponist, erhielt Kompositionsaufträge unter anderem vom Schleswig-Holstein Musik Festival, Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), World Symposium on Choral Music 2023 (Türkei) als auch 2020 (Neuseeland), YL Male Voice Choir (Finnland), vom Kammerchor Stuttgart, der Alten Oper Frankfurt, der Freiburger und Kölner Dommusik und dem StimmGold Vokalensemble (Regensburg). Zu Interpreten zählen das Raschèr Saxophon Quartet, die Jenaer Philharmonie, das Rheinische Klavierduo, das Neue Rheinische Kammerorchester, Concerto Köln, das Freiburger Barockorchester, das Boston Modern Orchestra Project, der MDR-Rundfunkchor, Chorwerk Ruhr, Kammarkören Pro Musica und Allmänna Sången (Schweden), New Dublin Voices, „Kamer…“ (Lettland), Ylioppilaskunnan Laulajat (YL Male Voice Choir, Helsinki), der Australian Chamber Choir, die Pianisten Yin Chiang, Klaus Oldemeyer, Christoph Schnackertz und Thomas Stumpf sowie die Organisten Martin Herchenröder und Johannes Geffert. Zu seinen vielfältigen Inspirationsquellen zählen natürliche, technologische, historische, mythologische und popkulturelle Phänomene und Zusammenhänge. 2025 wurde sein Chorschaffen mit dem angesehenen Chorpreis der GEMA-Stiftung ausgezeichnet, der nur alle vier Jahre für herausragende Leistungen vergeben wird.
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2008 wurde er zum Universitätsmusikdirektor und Leiter des Collegium musicum der Universität zu Köln berufen. Hier ist er Dirigent des Orchesters, Chors, Kammerorchesters und Kammerchors. Von 2007 bis 2019 leitete er den Oratorienchor Brühl. Als Gast dirigierte er bspw. die Bochumer Sinfoniker, die Neue Philharmonie Westfalen, das Boston Modern Orchestra Project und die Musikfabrik. Regelmäßig arbeitet er mit den Kölner Vokalsolisten und ihrem Gründer Fabian Hemmelmann zusammen. Er trat im Rahmen von verschiedenen Festivals auf wie den Brühler Schlosskonzerte und ACHT BRÜCKEN, wo er etwa Vokalwerke Ligetis und Morton Feldmans „Rothko Chapel“ dirigierte. Einstudierungen übernahm er unter anderem für Pablo Heras-Casado (Luciano Berios „Passagio", mit ensemble intercontemporain) und Duncan Ward (Manfred Trojahns „Les dentelles de Montmirail", UA, mit Ensemble modern). Beauftragt vom Gürzenich Orchester hat er 2022 den Kölner Bürgerchor zusammengestellt, den er seitdem leitet. Gemeinsam mit Martin Herchenröder war er künstlerischer Leiter des George Crumb Festivals NRW 2009. Vormals als Pianist und Organist aktiv, hat er außerdem das Kammerensemble sforzato mitbegründet. Ostrzyga hat in seinen verschiedenen Positionen viele neue Werke in Auftrag gegeben, einstudiert und/oder uraufgeführt, u.a. von Friedrich Jaecker, Martin Herchenröder, Jan Masanetz, Markus Schmickler, Anno Schreier, Gerhard Stäbler und Manfred Trojahn.
Sein abendfüllendes Weihnachtsoratorium „Puer natus est“ (2017) mit Libretto von Winfried Bohm beschrieb der BR als „durchschlagender Erfolg“. Kompositionen sind bei Breitkopf & Härtel, Bärenreiter, Carus und Helbling verlegt. Als Musiktheoretiker liegen Schwerpunkte in der Komposition in historischen Stilen und in der Instrumentation. Ostrzyga legte eine Ergänzung von Mozarts Requiem-Fragment vor, die erstmals musikhistorische Perspektiven mit historisch informierter Musiktheorie und Praxis in Komposition, Arrangement und Instrumentation zusammenführt. Die Edition wurde direkt nach Erscheinen im Juni 2022 im Bärenreiter-Verlag zum Bestseller. Die CD-Einspielung wurde bereits 2021 als „Editorische Leistung des Jahres“ für einen Opus Klassik nominiert.
Ostrzyga ist Präsident des Netzwerks Universitätsmusik in Deutschland seit dessen Gründung im Februar 2024.
Seine erste musikalische Ausbildung (Orgel, Klavier, Chor) erhielt Ostrzyga von Bruno Zaremba, bevor er in Köln bei Marcus Creed (Dirigieren), Friedrich Jaecker (Tonsatz) und Peter Degenhardt (Klavier) studierte und 2005 absolvierte.
Kontakt
m.ostrzyga(at)uni-koeln.de
0221 - 470 27 70
Website
Geschäftsführung
Sophia Herber
Sophia Herber hat ein Magisterstudium mit den Fächern Germanistik, Kunstgeschichte und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität zu Köln absolviert. Thema ihrer Magisterarbeit waren topografische Lektüren der Romane und Erzählungen der türkisch-deutschen Autorin, Schauspielerin und Regisseurin Emine Sevgi Özdamar (Georg-Büchner-Preis 2022). Im Anschluss war sie für mehrere Jahre Leiterin des Projekts kunst:dialoge am Museum Ludwig Köln und hat zahlreiche Studierende und Schüler*innen in dialogischer Kunstvermittlung ausgebildet und Kunstnächte organisiert. Sie war freiberufliche Museumspädagogin für den Museumsdienst Köln, hat Kunstausstellungen eröffnet und Katalogtexte für zeitgenössische Künstler*innen verfasst. Parallel zu ihrem Berufseinstieg nahm sie ein privates Gesangsstudium auf und setzte ihre sängerische Ausbildung bei der Altistin Francisca Beaumont fort, die sie auch heute noch stimmlich betreut. Als Mezzosopranistin/Alt konzertierte sie in Köln, Bonn, Berlin, Weimar, Leipzig, Potsdam und Mailand und tritt auch mit Ensembles des Collegium musicum der Universität zu Köln als Solistin in Erscheinung.
Zum Collegium musicum kam sie 2008 gemeinsam mit Michael Ostrzyga und bekleidet seit Sommer 2011 dort die Position der Geschäftsführung. Neben der Programmplanung und Gestaltung der Reihe UNIVERSITÄTSKONZERTE zeichnet sie für die Bereiche Design und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Im Corona-Jahr 2021 initiierte sie das Projekt Totentanz. Hierbei war sie nicht nur als Regisseurin und Moderatorin aktiv, sondern hat sich den Umgang mit dem Programm Adobe PremierePro erarbeitet und die Musikvideos des Projekts sowohl konzipiert als auch im Schnitt technisch und künstlerisch umgesetzt.
Auch Reihen wie Musik im Museum und ResonanzProjekt, bei dem Musik in verschiedenen, dafür eigentlich nicht ausgelegten Räumen der Universität erklingt, oder die große Sommernacht im Shakespeare-Jahr 2016 auf Schloss Wahn hat sie konzipiert und durchgeführt. Gelegentlich tritt sie darüber hinaus als Moderatorin von Konzerten in Erscheinung und verfasst Texte für Programmhefte des Collegium musicum.
Kontakt
sophia.herber(at)uni-koeln.de
0221 - 470 90 981
Geschäftsführung
Wiebke Heyens
Wiebke Heyens hat Romanistik, Musikwissenschaften und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität Köln sowie den Schwerpunktstudiengang Deutsch als Fremdsprache an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studiert. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Romanischen Seminar lehrte sie französische Literaturwissenschaft mit Schwerpunkten in französischem Film und maghrebinischer Literatur. Sie war als Lehrbeauftragte für Französisch und Deutsch als Fremdsprache an der Folkwang Universität der Künste tätig. Seit Beginn ihres Studiums ist sie als Geigerin Mitglied im Sinfonieorchester der Uni und kam so 2013 als Geschäftsführerin ans Collegium musicum. Hier ist sie neben Konzertorganisation und dem Ensemblemanagement vor allem für die Verwaltung des Budgets verantwortlich. Ehrenamtlich engagiert sie sich für die freie Szene transkultureller Musik in Köln und in den Elterngremien der Schule ihrer Söhne.
Kontakt
wiebke.heyens(at)uni-koeln.de
0221 - 470 90 982
Studentische Mitarbeiter*innen
Matthias Richter
Kammerchor und Konzertbetreuung
matthias.richter(at)uni-koeln.de
0221 - 470 90 984
Johanna Merckens
Chor und Konzertbetreuung
johanna.merckens(at)uni-koeln.de
0221 - 470 90 985
Leonard Kolewa
Sinfonieorchester und Konzertbetreuung
leonard.kolewa(at)uni-koeln.de
0221 - 470 90 986
Musikalisches Team
Probenassistenz und Korrepetition
Clara Smith
Clara E. Smith ist Dirigentin und Mezzosopranistin und derzeit als Chorassistentin an der Universität zu Köln tätig. Mit ihrem Master in Chorleitung und einem breiten chormusikalischen Repertoire ist sie als Probenleiterin und Gesangscoach aktiv. Neben ihrer dirigentischen Tätigkeit tritt sie auch als Sängerin mit professionellen und semiprofessionellen Ensembles in den USA und Europa auf. Ihre Arbeit legt den Fokus auf kollaboratives Musizieren, stilistische Vielseitigkeit sowie die Entwicklung eines ausdrucksstarken und engagierten Chorklangs. Sie betreut den Chor der Uni Köln seit Oktober 2025. In Vertretung für Kathi Becker wird sie OneVoice zu Beginn des Sommersemesters 2026 leiten.
Leitung Swingcredibles | Grand Jazz Ensemble
Johannes Nink
Johannes Nink leitet die Swingcredibles seit 2003. Der Saxophonist, Komponist und Arrangeur kam noch als Student zum Collegium musicum und übernahm schon bald die Proben. Unter seiner Leitung haben die Swingcredibles sich zu einer festen Institution an der Uni Köln entwickelt. Mit seinem untrüglichen Gespür für Repertoire, Programmgestaltung und Konzeption inspiriert er seine Band zum Besten und sorgt für Interpretationen, die unter die Haut gehen. Neben eigenen Kompositionen überrascht Johannes Nink auch immer wieder mit Arrangements besonderer Stücke wie z.B. mit Versionen von Stings berühmtem „Fragile“ oder dem kaum bekannten „La Mort“ von Jaques Brel. Er ist als Instrumentallehrer in Köln und Umgebung aktiv und mit den Formationen Das Triologische Quartett, Rooja ZZ und Joe White & The Hot Seven Darfs zu hören.
Leitung Jazzchor
Julia Reckendrees
Julia Reckendrees leitet den Jazzchor seit Oktober 2019. Nach einem komplizierten Start in der Pandemie hat sie den Chor online durch Stimmbildung und Training von Blattsingen und mit mehreren Video-Produktionen sehr gut durch die Zeit gebracht, in der Proben unmöglich waren. Danach ist sie mit beiden Chören voll durchstartet und füllt mit ihren beiden Ensembles die Aula bei Konzerten problemlos.
Leitung KölnerKinderUni-Chor
Patricia Langenmantel
Patricia Langenmantel studierte Schulmusik für Gymnasien, Kirchenmusik sowie Kinder-und Jugendchorleitung an der Hochschule für Musik und Theater München, der Hochschule für Musik und Tanz Köln, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie der Högskolan för scen och music Göteborg, Schweden. Sie ist Alumna der bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk. Zu ihren prägendsten Dozent:innen zählen Prof. Harald Feller und Prof. Mareile Krumbholz (Orgel), Prof. Martin Steidler (Chorleitung) sowie Prof. Friederike Stahmer (Kinder- und Jugendchorleitung). Die gebürtige Bayerin entdeckte schon früh ihre Leidenschaft für die Arbeit mit jungen Stimmen. Entscheidende künstlerische Erfahrungen sammelte sie durch das Singen in renommierten Chören wie dem Madrigalchor der Musikhochschule München, der Audi Jugendchorakademie oder dem Kammerchor der HfMT Köln. Sie leitete und betreute verschiedene Kinder- und Jugendchöre und war u.a. von 2021 bis 2023 als Assistentin des Mädchenchores am Kölner Dom tätig. Derzeit ist Patricia Langenmantel Seelsorgebereichsmusikerin in der Abteikirche Brauweiler. Seit 2025 ist sie Dozentin für das Fach Kinder- und Jugendchorleitung in der erzbischöflichen C-Ausbildung.