zum Inhalt springen

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Der Kammerkoret Aurum ist ein preisgekrönter gemischter Kammerchor aus Trondheim in Norwegen, der sich traditioneller und klassischer Chormusik ebenso widmet wie experimentellen zeitgenössischen Stücken der Popmusik. Die Projekte des Chores entspringen oft der Neugier auf neue Formen musikalischen Ausdrucks, die Grenzen der klassischen Kammermusik erkunden und hinterfragen. Im März 2022 veröffentlichte Aurum sein zweites Album. „Alt hva mødrene har kjempet“ („Alles, wofür unsere Mütter gekämpft haben“), eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf die Kämpfe von Frauen zu verschiedenen Zeiten. Die Dirigentin, Komponistin und Pianistin Eva Holm Foosnaes leitet den Chor und hat ihn seit 2012 zu zahlreichen Erfolgen geführt, in Norwegen und international.
Mit gut zwei Jahren Verspätung durch die Pandemie realisiert Aurum jetzt endlich seine Pläne einer Tour in Europa und macht auch Station bei uns in Köln! 
Auf seiner Tour präsentiert der Chor ein Programm mit zeitgenössischer norwegischer Musik. Schon lange hegten Foosnaes und Aurum den Wunsch, einige der berühmtesten Werke von Edvard Grieg als Chorarrangements auszuarbeiten und verfügbar zu machen. Das „Grieg-Projekt“ wurde während der Pandemie begonnen, und die zehn Arrangements und Rekompositionen, die Foosnæs erarbeitet hat, feierten im Mai 2022 ihre Premiere. Vier der Stücke befinden sich nun neben anderen Originalkompositionen im Programm der Konzerttour. 
Die musikalische Bandbreite des Programms reicht von den leichten, ätherischen Texturen der Stücke von Marianne Reidarsdatter Eriksen, über die treibenden Rhythmen in Foosnæs‘ preisgekröntem Stück The Black Monkey bis zur Heiterkeit von Torbjørn Dyruds Laughing song. Zeitgenössische Chormusik aus Norwegen, die man nicht verpassen sollte!

Das Collegium musicum startet mit einer Norwegen-Woche ins Wintersemester. Bereits am 12. Oktober als Co-Moderatorin mit dabei ist die aus Köln stammende Mezzosopranistin Anne-Carolyn Schlüter, die seit vielen Jahren in Norwegen lebt.
Gemeinsam mit ihrem Klavierpartner Thomas Aydintan präsentiert sie am 14. Oktober einen Abend mit dem Titel Meer & mehr, bei dem sie u.a. Lieder der norwegischen Komponisten Agathe Backer Grøndahl zu Gehör bringt.

Mittwoch, 12. Oktober 2022 | ​​20:00 Uhr | Aula Uni Köln
von Trollen und Sternen 
zeitgenössische Chormusik aus Norwegen

Werke von Marianne Reidarsdatter Eriksen, Eva Holm Foosnæs, Øyvind J. Eiksund, Torbjørn Dyrud
sowie von Edvard Grieg, Johannes Brahms und Michael Ostrzyga

Kammerkoret Aurum (Norwegen)
Eva Holm Foosnæs, Dirigentin

Begrüßung: Kammerchor der Uni Köln
Michael Ostrzyga, Dirigent

Eintritt frei!
 

Freitag, 14. Oktober

Die in Köln geborene und aufgewachsene Wahl-Norwegerin Anne-Carolyn Schlüter verbindet mit dem Collegium musicum eine bereits Jahrzehnte umspannende Zusammenarbeit – von ihren ersten Kontakten mit dem Chor während ihres Studiums der Musikwissenschaften und Germanistik über die regelmäßigen Auftritte als Solistin während ihres Gesangsstudiums bis hin zu den Gastauftritten mit Chor und Sinfonieorchester der Uni Köln wie zuletzt 2019 mit Verdis Requiem in der Kölner Philharmonie.
Als Gast haben wir sie auch jetzt eingeladen, den Besuch des Kammerkoret Aurum aus Trondheim mit ihrem Liederabend zu einem skandinavischen Schwerpunkt in der ersten Semesterwoche zu ergänzen. 
Herzstück des Programms, das sie im Duo mit ihrem Pianisten Thomas Aydintan zur Aufführung bringt, sind die Lieder am Meer der norwegischen Komponistin Agathe Backer-Grøndahl (1847–1907). Die Klavierbegleitungen der Lieder dieser herausragenden Pianistin sind oft groß angelegte Etüden in einer Lisztschen Tradition. Ihre düster-mächtigen Kompositionen von teilweise fast holzschnittartiger Sperrigkeit der Ausdrucksform widersprachen der nationalromantischen Bildlichkeit ihrer Zeitgenossen. Den "typisch norwegischen" Tonfall, den ihre Werke kaum vorweisen, findet man dagegen in Edvard Griegs Deutschem Zyklus op. 48 mit einer teilweise fast kindlich anmutenden Klangmalerei.
Das von der Sängerin moderierte Programm feiert Blumen (Dahlien und Schneeglöckchen), die in ihrem tapferen den widrigen Jahreszeiten Trotzen die Zähigkeit des Lebens ausdrücke. Es feiert die Liebe in allen Schattierungen vom tiefstem Herzenskummer und Todessehnsucht bis hin zu höchstem Glück und Erfüllung und eine tief im norwegisch-dänischen Pietismus verwurzelte Gottesfurcht. Ein vielfältiges, reiches Programm, das die Großartigkeit des Seins widerspiegelt und sicher das ein oder andere Stück bereithält, das Sie noch nie gehört haben!

Freitag, 14. Oktober 2022 | 20:00 Uhr | Aula Uni Köln
Meer & mehr

Liederabend mit Werken von Richard Strauss, Erich Wolfgang Korngold, 
Edvard Grieg und Agathe Backer Grøndahl

Anne-Carolyn Schlüter, Mezzosopran
Thomas Aydintan, Klavier

 

Eintritt frei!
 

Mittwoch, 19.Oktober 2022

Am 19. Oktober empfängt das Collegium musicum gemeinsam mit Dr. Yookyung Nho-von Blumröder Professor:innen und Studierende der Fakultät für traditionelle koreanische Künste der Korea National University of Arts. In einer Music & Dance Night präsentieren die Künstler:innen traditionelle Tänze und moderne Interpretationen traditioneller Musiken und Gesänge. Dr. Nho-von Blumröder führt durch das Programm und gibt dem Publikum einen Einblick in die traditionellen Wurzeln moderner koreanischer Musik.

Mittwoch, 19. Oktober 2022 | 20:00 Uhr | Aula Uni Köln
Korean Music and Dance Night K’ARTS:
Korea National University of Arts – School of Korean Traditional Arts

June-Hee Lim & Gui-Sook Lee, Komposition 
Soo-Nyun Jeong, Haegeum
Young-Ju Yoo, Geomungo
Yun-Kyong Jin, Piri
Eun-Young Park, So-Jung Lee, Min-Ju Kim, Yu-Been Shin, 
Seoyeon Byron & Changryeon Hwang, Tanz
Hye-Rim Choe & Eun-Ji Lee, Ajaeng
Dong-Woo Ham & Hye-Young Byeon, Percussion 
Dr. Yookyung Nho-von Blumröder, Moderation 

Eintritt frei!
 

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Mittwoch, 26. Oktober 2022 | 20:00 Uhr | Aula Uni Köln
Duo-Abend Violine & Klavier

Der aus Deutschland stammende Pianist Falko Steinbach lebt in Albuquerque, New Mexico und ist dort an der University of New Mexico als Professor für Klavier tätig. Gemeinsam mit dem Geiger Cármelo de los Santos aus Brasilien, ebenfalls Dozent an der UNM, dürfen wir ihn zu einem Konzert in der Aula der Uni Köln begrüßen. Die beiden spielen Werke aus verschiedenen Epochen für Violine und Klavier, die alle eine stupende Virtuosität auf beiden Instrumenten verlangen. Sonaten von Claude Debussy und Camille Saint-Saëns rahmen zwei Bearbeitungen berühmter Orchesterwerke von Bach und Heitor Villa Lobos. Fragments von Falko Steinbach, komponiert 2015, ist inspiriert durch die Schneidetechnik mancher Spielfilme.
Besonders die Sonate d-Moll op. 75 für Violine und Klavier von Camille Saint-Saëns zeichnet sich in den Ecksätzen durch ihren hohen Anspruch an die Virtuosität für beide Interpreten aus. Der letzte Satz, ein Perpetuum mobile, hat diesbezüglich Berühmtheit erlangt. Dagegen konzentriert sich der langsame zweite Satz auf einen wunderschönen hochromantischen Duktus mit vielen lyrischen Passagen im engen Dialog zwischen Violine und Klavier.

Werke von Johann Sebastian Bach, Camille Saint-Saëns,
Claude Debussy, Heitor Villa-Lobos und Falko Steinbach

Cármelo de los Santos, Violine (USA/Brasilien)
Falko Steinbach, Klavier (USA/Deutschland)

Eintritt frei!
 

Mittwoch, 2. November 2022

Sergei Bortkiewicz, 1877 in Charkiw geboren und 1952 in Wien gestorben, könnte als "Rachmaninov der Ukraine" gelten – wenn man ihn denn kennen würde. Sein tragisch-turbulentes Leben, überschattet von Krieg, Revolution und mehrfacher Vertreibung, stand dem Aufbau einer erfolgreichen Karriere und der Verbreitung seiner Musik im Weg. Die an Schicksalsschlägen reiche Biographie Bortkiewiczs und seine spätromantisch-nostalgische Musik stehen im Mittelpunkt eines Gesprächskonzerts, das Ihnen auch Gelegenheit für Spenden zugunsten ukrainischer und anderer geflüchteter  Studierender und Wissenschaftler:innen geben wird.
Johannes Müller, der Leiter des International Office unserer Universität, führt als Historiker selbst durch das von ihm gespielte Programm und gibt Einblick in Musik, Leben und Epoche von Bortkiewicz.

Mittwoch, 2. November 2022 | 20:00 Uhr | Musiksaal Uni Köln
Eine Bortkiewicz-Soirée
oder: von der Resilienz der Romantik

moderierter Klavierabend mit Werken des ukrainischen Komponisten 
Sergei Eduardowitsch Bortkiewicz

Johannes Müller (International Office/Historisches Seminar), Klavier und Moderation

Eintritt frei!
Wir bitten um SPENDEN für geflüchtete Studierende und Wissenschaftler:innen an der Uni Köln. Die Spenden kommen in voller Höhe geflüchteten Studierenden und Wissenschaftler:innen an der Universität zu Köln zugute. Hiermit möchten wir die Arbeit des Academic Refugee Support und der Universitätsstiftung unterstützen. Bereits seit 2015 hilft die Universität zu Köln Geflüchteten mit Überbrückungshilfen, Stipendien, Sprachkursen und bei der Fortsetzung ihrer wissenschaftlichen Laufbahn.

 

Sonntag, 6. November 2022

Der Tod ist ein Störer. Er bricht in das Leben hinein, entreißt, beendet, schneidet ab - und macht dabei keine Unterschiede. Im Zuge der Pestepidemien des 14. Jahrhunderts hat sich, zurückgehend auf literarische Quellen, in Europa das Bildgenre "Totentanz" entwickelt. Auf Friedhofs- und Kirchenmauern mahnten lebensgroß dargestellte Menschen und Skelette, daran zu denken, dass das Leben zu jeder Stunde sein Ende finden kann. Der November gilt als Totenmonat: Allerheiligen, Allerseelen, der Volkstrauertag und schließlich der Totensonntag sind die offiziellen Trauer- und Gedenktage. Für den (protestantischen) Totensonntag hat Hugo Distler 1934 den „Totentanz“ komponiert. Inspiriert vom Totentanz-Bilderreigen Bernt Notkes in der Lübecker Marienkirche wechselt Distler dessen Bildunterschriften als gesprochene Texte mit Chorpassagen ab, in denen er Epigramme aus Angelus Silesius’ „Der cherubinische Wandersmann“ vertont. Musikalischer Fixpunkt und Vorbild waren die 1600/1601 komponierten „Deutschen Sprüche von Leben und Tod“ von Leonhard Lechner. Distler wendet sich, wie viele seiner Zeitgenossen, der Musik vor Bach zu und macht sich deren Forderung nach „varietas“ (Vielfalt/Abwechslung) zu eigen. Wie Lechner, der in seinen Sprüchen von Leben und Tod starke Kontraste einsetzt, gestaltet Distler mit den Mitteln der Figurenlehre und Textausdeutung des 16. und 17. Jahrhunderts und ordnet seine Musik ganz dem Text unter. Im Konzert Totentanz werden die beiden zentralen Stücke von Distler und Lechner umrahmt von Werken der Bach-Familie (vor Johann Sebastian), die das Thema Leben und Tod reflektieren.
2021 hat das Collegium musicum sich umfassend mit dem Thema Totentanz beschäftigt und damit auch die eigene Situation in der Pandemie beleuchtet. Das Video-Konzert ist weiterhin auf YouTube erreichbar. Die Umsetzung von Lechners Deutschen Sprüchen von Leben und Tod finden Sie auch direkt hier.

Sonntag, 6. November 2022 | 17:00 Uhr | Trinitatiskirche Köln 
Totentanz

Werke von Leonhard Lechner, Johann Bach, 
Johann Michael Bach, Johann Christoph Bach und Hugo Distler

Kölner Vokalsolisten
Natascha Goldberg, Sopran
Katharina Georg, Alt
Leonhard Reso, Tenor
Fabian Hemmelmann, Bariton
Christian Walter, Bass

Walter L. Mik, Sprecher

Kammerchor der Uni Köln
Michael Ostrzyga, Dirigent

Eintritt: 12,00 Euro / 8,00 Euro ermäßigt 
Karten nur an der Abendkasse ab 1 Std. vor Konzertbeginn. 
Hier geht es zur Kartenreservierung! 
 

Mittwoch, 9. November 2022

"Simon Belows Kompositionen lösen traditionelle Formen auf, lassen 'klassische' Abläufe (Thema-Improvisation-Thema) hinter sich und zeigen individuelles Profil. Das intuitive Einverständnis innerhalb der Band befördert langsam sich aufbauende Steigerungen und jähe Wechsel von Transparenz und Verdichtung. So entwickelt das Simon Below Quartett eindrücklichen Gestaltungswillen, der einher geht mit einer lebendigen, dem Publikum zugewandten Spielhaltung. Zeitgemäßer, leidenschaftlicher Jazz von jungen, charakterstarken Musikern." (Norbert Krampf, FAZ)
Simon Below interessiert sich für Astrophysik: „Bilder aus dem All berühren mich sehr. Das Universum scheint grenzenlos und geht auch in seiner Zusammensetzung über irdische Vorstellungen hinaus. Es gibt in der Astrophysik unentdeckte Dinge, die man sich derzeit auf bestimmte Art vorstellt, die aber letztlich vielleicht doch ganz anders aussehen. Der Zauber des Unvorhersehbaren, des Überraschungsmoments, spielt für mich auch in der Musik eine entscheidende Rolle.“ Die Kompositionen des Pianisten lassen viel Raum für die individuelle Gestaltung durch die vier Bandmitglieder. Für Spannung  sorgt das Aufeinandertreffen des eher introvertierten Klaviers mit dem expressiven Saxophon Fabian Dudeks. Dessen Quartett arbeitet seit mehreren Jahren an und mit den Kompositionen und Konzepten des Saxophonisten. Seine außergewöhnliche Kompositionssprache trifft auf ein exzellentes Ensemble, das die komplexen Strukturen und Melodien mit Leben und Improvisation füllt. Die Musik Dudeks schafft vielschichtige klangliche Welten und basiert auf einem energetisch-rhythmischen Puls.
„Die herausragenden individuellen Qualitäten der vier jungen Musiker und Fabian Dudeks spannende Kompositionen weisen dem Jazz eine Zukunft.“ (FAZ)

Mittwoch, 9. November 2022 | 20:00 Uhr | Musiksaal Uni Köln
2 x 4 – Jazzquartette
Simon Below Quartett & Fabian Dudek Quartett

Simon Below Quartett
Fabian Dudek, Alt- und Sopransaxophon
Simon Below, Piano und Komposition
Yannik Tiemann, Kontrabass
Jan Philipp, Schlagzeug

Fabian Dudek Quartett
Fabian Dudek, Saxophon und Komposition
Felix Hauptmann, Piano und Synthesizer
David Helm, Kontrabass
Fabian Arends, Schlagzeug

Eintritt frei!

ABGESAGT! Sonntag, 20. November 2022

Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist in der evangelischen Kirche ein Tag des Gedenkens. In vielen Gemeinden werden die Namen der im vergangenen Kirchenjahr Verstorbenen verlesen. Ein stiller Tag, der Raum für Trauer lässt. In unserem Konzert zum Totensonntag geben wir der Stille Raum. Sie ist Teil des musikalischen Programms und bietet Ruhepunkte zwischen den musizierten Werken, lädt zu Reflektion und Gedenken ein.
Das Programm ruft verschiedene Aspekte von Trauer auf. Der Blick auf das eigene Ende steht neben dem Trost beim Verlust eines geliebten Menschen, die Anklage und Verzweiflung angesichts des Todes neben der metaphysischen Perspektive auf das Aufgehen in einem großen Ganzen, das wir Ewigkeit nennen können.

Das Konzert muss krankheitsbedingt leider abgesagt werden!
 

Sonntag, 20. November 2022 | 17:00 Uhr | St. Albertus Magnus Köln 
…als flögen wir davon
Konzert zum Totensonntag

Werke von Leonhard Lechner, Johann Bach, Johann Michael Bach, 
Johannes Brahms, Knut Nystedt und Martin Herchenröder

Martin Herchenröder, Orgel 
Kammerchor der Uni Köln
Michael Ostrzyga, Dirigent

Eintritt frei!
Einlass ab 16:30 Uhr.


 

Mittwoch, 23. November 2022

Die Emanzipation der Frau und der Wandel des Frauenbildes stellen eine wichtige Parallele in der Geschichte Polens und Deutschlands zwischen den beiden Weltkriegen dar, die meist als eine Geschichte der Unterschiede erzählt wird. Nicht so in einem außergewöhnlichen Programm, das aktuell an verschiedenen Orten in Polen und Deutschland zur Aufführung kommt: Die international agierende Mezzosopranistin Marta Wryk, der Pianist und Komponist Tomasz Prasqual und die Schauspielerin und Sängerin Margaux Kier erzählen sie als gemeinsame Geschichte der beiden Nachbarländer.
Die drei verbinden die Erzählung Die fehlende Hälfte der Geschichte – eine kurze Geschichte der Frauen in den polnischen Ländern von Anna Kowalczyk (2018) mit politischen Chansons der 1920er und 30er Jahre wie Claire Waldoffs Das moderne Mädel oder Friedrich Hollaenders Raus mit den Männern aus dem Reichstag, die eine selbstbewusste, starke, sich ihrer Sexualität bewusste Frau portraitieren.
100 Jahre nach diesem kulturellen Durchbruch fragen Wryk, Prasqual und Kier, welche Errungenschaften dieser Zeit sich weiterentwickelt haben und welche verloren gegangen sind. Zugleich rufen sie in Erinnerung, dass insbesondere in der Kunst der 30er Jahre das heraufziehende Unheil thematisiert wurde, das auch aktuell in einigen Ländern ein beunruhigendes Echo findet.
Die bisherigen Konzerte in Polen wurden als eine ''Lektion in Toleranz vor einem Jahrhundert'' und als Highlight des STN:ORT 2022 Festival bezeichnet. Am 12. November hatte das Programm seine gefeierte deutsche Premiere am Theater Schweinfurt.

Wir sind begeistert, dass auch wir als Collegium musicum Ihnen Das moderne Mädel in der Reihe unserer UNIVERSITÄTSKONZERTE präsentieren können – der ein oder andere Ohrwurm ist garantiert, die Inhalte zu 100% empfohlen!

Mittwoch, 23. November 2022 | 20:00 Uhr | Aula Uni Köln
Das moderne Mädel
Eine musikalische Erzählung über deutsche und polnische Frauen in der Zwischenkriegszeit

mit Liedern von F. Hollaender, K. Weill, A. Schutz, H. Wars, M. Spoliansky, Z. Białostocki, 
L. Boruński, J. Petersburski, A. Gold, C. Waldoff, B. Asper und T. Prasqual

Marta Wryk, Gesang
Tomasz Prasqual, Klavier
Margaux Kier, Moderation
Dr. Jan Czarnecki, wissenschaftliche Betreuung

Eintritt frei!

gefördert von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, dem Kulturamt der Stadt Köln 
und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien


 

Freitag, 2. Dezember 2022

"Eine Stimme die tief ins Innere geht. Eine Stimme, die so unglaublich intensiv klingt, dass uns beim ersten Hören die Tränen kamen. Fremde Klänge verbinden sich mit sanftem Jazz und begleiten diese einzigartige Stimme zu immer neuen Höhen. Simin können wir nicht weiter beschreiben. Simin muss man einfach hören." So formulieren die Musiker:innen von Beyond The Roots ihre Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit der deutsch-afghanischen Sängerin Simin Tander, die sie zu ihrem letzten Konzert in diesem Jahr eingeladen haben. Das Kölner Kollektiv für transkulturelle Kunstmusik hat sich in den vergangenen zwei Jahren in Köln einen Namen gemacht. Die Künstler:innen stellen sich der Herausforderung, in außergewöhnlicher Besetzung und mit Instrumenten, die ebenso wie sie unterschiedlichen Kulturkreisen entstammen, in ihren stark von Improvisation geprägten Kompositionen zu einer gemeinsamen musikalischen Sprache zu finden.
Die virtuosen Musiker:innen von Beyond The Roots gemeinsam mit einer Ausnahmesängerin wie Simin Tander in unserer Konzertreihe begrüßen zu dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir laden Sie herzlichst ein, sich dieses musikalische Highlight nicht entgehen zu lassen!

Freitag, 2. Dezember 2022 | 20:00 Uhr | Aula Uni Köln
Beyond The Roots feat. Simin Tander

Simin Tander, Gesang

Beyond The Roots
Annette Maye, Klarinette
Hindol Deb, Sitar
Kioomars Musayyebi, Santur
Bassem Hawar, Djoze
Albrecht Maurer, Violine
Christoph Hillmann, Percussion

Eintritt frei!

gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln, der Kunststiftung NRW, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Mitschnitt: WDR 3