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neues Video

Claudio Monteverdi (1567-1643) verlor im Jahr 1607 seine Frau Claudia, mit der er 13 Jahre lang verheiratet war und zwei Söhne hatte. Von diesem Verlust tief getroffen, hat der Komponist nicht wieder geheiratet. 
Bereits 1592 hatte er im Terzo Libro de Madrigal einen Text Giovanni Battista Guarinis vertont: O Primavera, gioventù de l'anno preist den Frühling als Mutter der Blumen, frischer Kräuter und neuer Liebe und setzt dagegen die Emotion des lyrischen Ichs, das trotz der Rückkehr des Frühlings die eigenen fröhlichen Tage und Hoffnungen nicht wiederkehren sieht, denn die liebenden Augen betrachten es nicht mehr. Der Text verrät nicht, ob hier nur eine Liebe vergangen ist oder das geliebte und liebende Gegenüber verstorben ist. Der Tod der Liebe oder Tod der/des Geliebten stehen aber im direkten Gegensatz zur Wiedergeburt der Natur im Frühling. 
Mitglieder des Chors der Uni Köln haben unter der Leitung von Joachim Geibel, dem musikalischen Assistenten von UMD Michael Ostrzyga, in einer Projektphase im Februar und März 2021 Monteverdis Madrigal einstudiert und in einem Splitscreen-Video umgesetzt. Die Chormitglieder haben sich entschieden, für die Umsetzung im Video in die erblühende Natur zu gehen. Dabei tragen sie jeweils ein schwarzes Accessoire, um dem Text und Inhalt auch bildlich gerecht zu werden.