zum Inhalt springen

Musik in Zeiten der Corona-Pandemie


Liebe Konzertbesucher*innen, Ensemblemitglieder, Interessent*innen und Musiker*innen,

wir haben das Programm der Universitätskonzerte im Sommer 2020 veröffentlicht, obwohl uns bewusst ist, dass keines davon wird stattfinden können. Die Universität hat bis Ende September alle internen und externen Veranstaltungen abgesagt, um über sämtliche Räume verfügen zu können, wenn die Präsenzlehre wieder möglich werden sollte.
Wir bitten um Verständnis und bemühen uns, für den Großteil der Programme alternative Termine zu späteren Zeitpunkten zu finden!

Derzeit können wir auch noch nicht sagen, ab wann wir den normalen Probenbetrieb wieder aufnehmen können.
Ensemblemitglieder werden über unsere Mailinglisten auf dem Laufenden gehalten. Wer neu in eines unserer Ensembles einsteigen möchte, kann sich gerne per E-Mail bei uns melden und wird dann ebenfalls über die aktuellen Entwicklungen informiert. Allerdings können wir erst zum Wintersemester wieder neue Mitglieder aufnehmen, wenn unser Probenbetrieb bis dahin wieder erlaubt sein sollte.

Bleiben Sie/Bleibt bitte alle gesund, passen Sie/passt gut auf sich/Euch und Ihre/Eure Mitmenschen auf und nutzen Sie/nutzt die Zeit für Hausmusik, gemeinsames Singen mit der Familie oder intensives Musikhören.

Musik ist gut für die Seele!

20. Mai 2020 - Video statt Konzert

Auch der Konzertabend Die Zukunft gehört der Jugend in Kooperation mit dem Sommerblut Festival, geplant für den 20. Mai 2020, muss entfallen.
Ein Liederabend mit Teilen des für heute geplanten Programms rund um Lieder von Franz Schubert mit dem Bassbariton Thomas Bonni und dem Pianisten Christoph Schnackertz verlegen wir aber ins kommende Semester! Den endgültigen Termin hierfür teilen wir Ihnen noch mit.
Die beiden Musiker haben als musikalischen Gruß an Sie fünf Stücke aus dem Zyklus Galgenlieder von Richard Farber aufgenommen. Komponiert 2017, sind diese Lieder bislang nicht aufgenommen worden. Sie erleben also eine Art improvisierter Uraufführung einer kleinen Auswahl aus dem Zyklus. Das Video wurde im Musiksaal der Universität produziert, so dass wir Ihnen dieses Mal etwas aus einem Ihnen vielleicht vertrauten Raum senden können - eine echte "Corona-Live-Distanz-Performance", aufgenommen mit zwei Smartphones und nur in Anwesenheit der beiden ausführenden Künstler.

Richard Farber, der 1945 in den USA geboren wurde, übersiedelte mit 19 Jahren nach Israel, wo er Komposition und Musikwissenschaften studierte. Er lebt und arbeitet in Tel Aviv. Viele Projekte führen ihn aber immer wieder nach Deutschland, so u.a. wiederholte Kompositionsaufträge des WDR. Opern, Ballette, Musik für Theater, Film und Hörspiele, Orchesterwerke und Stücke für kammermusikalische Besetzungen, Klavier solo und Lieder zählen zu seinem umfangreichen Oeuvre.
Seine Arbeitsweise beschreibt der Komponist selbst als assoziativ und inspiriert vom Un- und Unterbewussten. Im Falle der Galgenlieder verlief der Kompositionsprozess laut Farber folgendermaßen (zitiert aus einem Telefonat und sinngemäß aus dem Englischen übersetzt): "Ich las die Gedichte von Christian Morgenstern, ohne wirklich jedes Wort zu verstehen. Dann ging ich ins Bett und Morgenstern selbst kam zu mir und sang sie mir direkt ins Ohr. Er war allerdings ein schlechter Pianist." Danach habe er die Lieder nur noch aufschreiben müssen.
Wir wünschen Ihnen zwölf unterhaltsame Minuten mit unseren beiden Gastmusikern des 20. Mai.
Unser passender Corona-Tipp für Sie: Lyrik lesen!

Aktuelle Infos der Uni Köln zum Corona-Virus

https://portal.uni-koeln.de/coronavirus

Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Mitteilungen der Universität zu Köln.